Wissualisierung

Konzeption, Umsetzung und Präsentation computerunterstützter Wissensvermittlung

5.2 Beschreibung der Methode

Für die Auswertung des Materials wurde die inhaltsanalytische Methode nach Mayring (2002) gewählt, bei der das Allgemeinheitsniveau des Ausgangsmaterials vereinheitlicht und dann schrittweise höher gesetzt wird, so dass sich mit steigendem Abstraktionsniveau der Umfang des Materials verringert, indem einzelne Bedeutungseinheiten integriert und gebündelt werden oder, wenn sie im allgemeineren Text schon aufgegangen sind, ganz weggelassen werden (Mayring 2002, S. 94).

Phase 1: Einzelanalyse
Die Transkripte wurden einzeln bearbeitet, indem zuerst die inhaltlich relevanten Textstellen markiert wurden. Unwichtige Teile wurden entfernt, sodass eine verkürzte Variante des Textes mit essenziellen Aussagen entstand. Im Hinblick auf das zu untersuchende Phänomen wurden Bedeutungseinheiten gebildet und im nächsten Schritt auf das zu untersuchende Phänomen hin interpretiert. In diesem Prozess der Interpretation wurde die Formulierung schrittweise verändert und an Stelle des ursprünglichen Materials gestellt (Mayring 2002, S. 109).
Folgender Ablauf (nach Chorherr 1994, S. 140) wurde gewählt:

  • Paraphrasierung (Streichen von Wiederholungen, Ausschmückungen usw., Transformation auf eine grammatikalische Kurzform
  • Generalisierung auf ein gemeinsames Abstraktionsniveau
  • Erste Reduktion (Streichung bedeutungsgleicher Paraphrasen)
  • Zweite Reduktion (Bündelung, d.h. Zusammenfassung gleicher/ähnlicher Paraphrasen und Konstruktion, d.h. Zusammenfassung von Paraphrasen mit mehreren Aussagen)
  • Zusammenstellung der neuen Aussagen als Kategoriensystem
  • Rücküberprüfung des Kategoriensystems am Ausgangsmaterial

Phase 2: Konstruktion deskriptiver Systeme
Theoriegeleitet am Material wurde ein Kategoriensystem gebildet, durch welches festgelegt wurde, welche Aspekte aus dem Material herausgefiltert werden sollten. (Mayring 2002, S. 114).

Phase 3: Strukturierende Analyse
Anschließend wurde dieses Material mit den Empfehlungen und Herangehensweisen aus der Ratgeberliteratur verglichen und die wichtigsten Aspekte herausgefiltert und anschließend interpretiert (Mayring 2002, S. 115).