Wissualisierung

Konzeption, Umsetzung und Präsentation computerunterstützter Wissensvermittlung

5.1 Forschungsmethode

Da es um die Erhebung subjektiver Erfahrung ging, wurde Mayring (2002) folgend eine offene, halbstrukturierte Befragungsmethode, das problemzentrierte Interview, gewählt. Um die wichtigsten Interviewthemen zu erarbeiten, wurden drei populäre Ratgeber gelesen und verglichen. Diese bildeten das Ausgangsmaterial für die Erstellung eines Interviewleitfadens. Der Leitfaden wurde in zwei Probeinterviews getestet, ergänzt und teilweise neu formuliert (Mayring 2002, S. 69). Die Interviews wurden so geführt, dass die Befragten möglichst frei zu Wort kommen konnten und ein offenes Gesprächsklima herrschte (Mayring 2002, S. 67). Die Gespräche zielten einerseits auf die Erhebung der persönlichen Präsentationspraxis ab, andererseits wurden die InterviewpartnerInnen im Gesprächsverlauf auf konkrete Themen aus der Ratgeberliteratur hingeführt. Die teilweise Standardisierung der Interviews sollte deren Vergleichbarkeit bei der Auswertung der Ergebnisse erleichtern (Bortz, Döring 1995, S. 289). Der Gesprächsverlauf hatte drei Phasen. In der Einstiegsphase wurde die befragte Person auf das Gesprächsthema eingestimmt und anschließend wurden die Themen des Leitfadens besprochen, darüber hinaus wurden auch immer wieder Aspekte aufgegriffen, die von der befragten Person eingebracht wurden, wenn sie für die Themenstellung interessant waren (Mayring 2002, S. 70). Alle Interviews wurden mit einem Aufnahmegerät aufgezeichnet und wörtlich transkribiert (Mayring 2002, S. 89).