Wissualisierung

Konzeption, Umsetzung und Präsentation computerunterstützter Wissensvermittlung

4.5 Foliendesign

Die tatsächliche Gestaltung von Folien wird von den Möglichkeiten und Vorgaben des Programms mitbestimmt. PowerPoint 2004 stellt „24 Folienlayout-Vorlagen, 110 Folienhintergründe, 67 Folienübergänge und 228 ClipArt Dateien“ (Pötzsch 2007, S. 89) zur Verfügung, die für unterschiedliche Verwendungszwecke bestimmt sind. „Darüber hinaus unterscheidet PowerPoint nach verschiedenen Folienlayouts: Zweispaltiger Text, Tabellen, Text und Diagramm, Organigrammen, Text und ClipArt, nur Titel, Text und Bild, großes Bild, Bild, Text und Medienclip, Text über Bild, Text und zwei Bilder, zwei Bilder über dem Text und vier Bilder (…)“ (Pötzsch 2007, S. 89). Folien können aber auch nach eigenen Vorstellungen gestaltet werden. Die visuelle Eigenheit von Powerpoint-Folien liegt aber weniger an den visuellen Elementen selbst, als daran, wie sie eingesetzt und miteinander kombiniert werden. Die Visualisierungen in Powerpoint-Präsentationen sind durchgängig. Dem Fluss der Rede oder des Vortrags folgend, wird mit einer Präsentation jede Aussage, jeder inhaltliche Bereich oder Gliederungspunkt visuell begleitet. Vermutlich hat sich aus diesem Grund in Form einer visuellen Semantik, eine Konvention gebildet, dass bestimmte Folien Träger bestimmter Informationen sind (Pötzsch 2007, S. 90). Ein anderer Aspekt, der die Gestaltung von Folien beeinflussen kann, ist die gängige Praxis, Anwendungszwecke von Präsentationen zu vermischen bzw. eine Präsentation überhaupt nicht in der Standardform vorzuführen, indem sie an die Wand geworfen wird, sondern beispielsweise die Folienausdrucke mit einer kleinen Gruppe von Menschen durchzugehen, oder sie an MitarbeiterInnen oder KundInnen weiterzugeben, ohne dass sie vorgeführt werden (Yates, Orlikowski 2007a, S. 239). Die Besonderheit von Foliensätzen, die ohne die mündlichen Ausführungen einer SprecherIn auskommen müssen, welche die zusätzlichen Aspekte des Kontextes und des Inhalts vermittelt, besteht darin, dass sie beträchtlich mehr Substanz und Inhalt benötigen (Yates, Orlikowski 2007a, S. 240).