Wissualisierung

Konzeption, Umsetzung und Präsentation computerunterstützter Wissensvermittlung

2.2.2 Metapher, Analogie, Modell

Nonaka und Takeuchi verstehen unter Metapher nicht nur eine Ausdrucksform, sondern eine spezielle Form der Wahrnehmung, die darauf beruht, über die eigene Vorstellungskraft etwas intuitiv aufzunehmen, ohne es zu analysieren (Takeuchi, Nonaka 2004, S. 37–38). “Trough metaphors, people put together what they know in new ways and begin to express what they know but cannot yet say” (Takeuchi, Nonaka 2004, S. 38). Gerade in diesem frühen Stadium der Wissensartikulation sind Metaphern sehr effektiv, weil sie eine aktive Teilnahme von verschiedenen Personen ermöglichen. Solange für etwas noch kein adäquater Ausdruck gefunden werden kann, sind Metaphern und Analogien nützliche Hilfsmittel (Takeuchi, Nonaka 2004, S. 10). Metaphorische Bilder sind oftmals vielschichtig in ihrer Bedeutung und regen dadurch den kreativen Prozess an. In Gruppen können sie dazu beitragen, den durch die Metapher ermöglichten Einblick klarer herauszuarbeiten und zu definieren. In einem nächsten Schritt kann die Analogie dabei helfen zu klären, wo Unterschiede oder Ähnlichkeiten liegen, weil sie eine sehr strukturierte Differenzierung erlaubt. Der letzte Schritt im ‚knowledge-creation process‘ ist das Erstellen eines Modells. Durch das Erstellen eines Modells werden Konzepte übertragbar, weil sie eine konsistente und systematische Logik haben (Takeuchi, Nonaka 2004, S. 39).

Im nächsten Kapitel werden drei Theorien der kognitiven Verarbeitung vorgestellt, die von den in der vorliegenden Arbeit verwendeten Präsentations-Ratgebern als wissenschaftliche Basis fungieren.